Allergien

Pollen & Co

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Jeder von uns hat wahrscheinlich bereits einmal erste allergische Reaktionen erfahren, sei es auf ein Lebensmittel, eine Pflanze oder eine Hautcreme. Damit keine dauerhafte Allergie entsteht, sollten Sie gewisse Vorkehrungen treffen.

Wenn die Ursachen für die Symptome nach einer kompetenten Allergiediagnostik bekannt sind, sollte der Kontakt mit den Allergenen gemieden werden. In der Praxis lässt sich das jedoch für viele Betroffene kaum umsetzen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, den Kontakt zu reduzieren:

  • Pollen gelangen durch offene Fenster und Türen. Schlafen Sie daher nur bei geschlossenem Fenster und lüften Sie erst in den Abendstunden.
  • Hausstaubmilben lassen sich am besten durch eine regelmäßige Reinigung der Bettwäsche und die Erneuerung von alten Matratzen vermeiden.
  • Bei einer Tierhaarallergie hilft es, kein Haustier zu halten und nach jedem Kontakt mit einem Tier die Kleidung zu waschen.
  • Patientinnen und Patienten mit Schimmelpilzallergien sollten vor allem im Herbst auf Gartenarbeiten, wie etwa Laub rechen oder Gras mähen, verzichten.
  • Der beste Schutz gegen allergische Reaktionen auf Insektengift ist die Bedeckung der Haut durch lange Kleidung und geschlossene Schuhe.
  • Insbesondere im Gesundheitsbereich sowie in der gummiverarbeitenden Industrie stellt die Latexallergie ein Problem dar. Speziell im medizinischen Bereich ist die Vermeidung von gepuderten Latexhandschuhen ratsam.
  • Die wichtigste Therapie einer Nahrungsmittelallergie ist die Kontaktvermeidung mit dem auslösenden Stoff. Zum Teil erfordert dies eine gravierende Umstellung der Essgewohnheiten.

Kinder und Jugendliche

Die genauen Ursachen für die Entstehung und Zunahme von allergischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind noch nicht vollständig erforscht. Sicher ist aber, dass die Allergien der Eltern eine Rolle spielen: Gibt es in der Familie Allergien, liegt das Risiko, ebenfalls eine Allergie zu entwickeln, für den Nachwuchs bei ungefähr 30 Prozent. Sind beide Elternteile allergisch, ist das Risiko weit höher.

Bedingt durch die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche immer weniger Zeit an der frischen Luft verbringen, kann es zu einem verstärkten Kontakt mit so genannten Innenraumallergenen wie Hausstaubmilben, Tierhaaren und Schimmelpilzen kommen. Zigaretten rauchen/passiv rauchen stellt zudem einen der größten Risikofaktoren für die Entwicklung von Asthma bronchiale dar.

Maßnahmen zur Vorbeugung einer Allergie

  • möglichst abwechslungsreiche Ernährung in der Schwangerschaft
  • die Wohnung rauchfrei halten
  • vier Monate ausschließliches Stillen
  • Sanierung des Wohnraums
  • keine Fell tragenden Haustiere anschaffen

Mögliche auf Allergien hinweisende Beschwerden des Kindes sollten unbedingt ernst genommen und die Haus- oder Kinderärztin beziehungsweise der Haus- oder Kinderarzt um Rat gefragt werden.

Mögliche Anzeichen einer Allergie

  • Nase: Schnupfen, Niesen, Blockade
  • Augen: Bindehautentzündung
  • Bronchien/Lunge: Husten, Bronchitis, Asthma
  • Haut: Schwellungen, Ausschläge, Ekzeme
  • Magen-Darm-Trakt: Durchfälle, Erbrechen
  • Kreislaufsystem: Blutdruckabfall, Herzrasen, Schock

Sollten Sie diese Merkmale bei sich oder Ihrem Kind feststellen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.