Burnout

Auf die Psyche achten

Immer mehr Menschen leiden unter Burnout. Diese körperlichen und seelischen Erschöpfungszustände sollten als Alarmzeichen verstanden werden, da psychische und körperliche Krankheiten die Folge sein können.
Betroffene leiden oft in mehrfacher Hinsicht unter ihrer Erkrankung: Psychisch kranke Menschen laufen leichter Gefahr, ihren Arbeitsplatz zu verlieren und schlittern in der Folge zunehmend in soziale Isolation. Dazu kommt, dass Menschen mit einer psychischen Erkrankung auch verstärkt zu körperlicher Krankheit neigen.

Wussten Sie, dass …

  • ungefähr neun Prozent der österreichischen Bevölkerung bereits an chronischen Angstzuständen und Depressionen litten?
  • ungefähr zwei Millionen Arbeitstage durch Burn-out in Österreich verloren gehen?
  • jeder Fünfte in seinem Leben einmal an einer Depression erkrankt?
  • Menschen mit psychischen Erkrankungen eine um etwa 20 Jahre verkürzte Lebenserwartung haben?
  • von 400.000 behandlungsbedürftigen Depressionen in der österreichischen Gesamtbevölkerung auszugehen ist, aber nur 30 bis 35 Prozent davon ärztlich diagnostiziert wurden?

Wie kann ich Burn-out vermeiden?

Wer von Burn-out betroffen ist, hat keine Energie, ist ausgelaugt und erschöpft. Bis dahin ist es ein schleichender Prozess: Betroffene engagieren sich erst extrem für ihre Arbeit, verausgaben sich dann völlig und verlieren in der Folge ihre Begeisterung und ihr Interesse an ihren Aufgaben. Schließlich fühlen sie sich insgesamt leer und ausgebrannt. Irgendwann wachsen einem die Dinge über den Kopf, die Selbstzweifel ufern aus, man isoliert sich, fühlt sich überfordert und hilflos. Im schlimmsten Fall kann es bis zum körperlichen Zusammenbruch und zu Depressionen führen.
Burn-out passiert nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich erfahrungsgemäß über Monate und Jahre hinweg. Daher ist es wichtig, schon frühzeitig auf die Signale des Körpers zu achten, beginnende Rücken-, Kopf- oder Nackenschmerzen ernst zu nehmen und entsprechend kürzerzutreten.

Präventionstipps für Betroffene

  • Halten Sie Pausen ein.
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich.
  • Achten Sie auf Ihre Life-Work-Balance.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen.
  • Machen Sie genügend Bewegung.
  • Gehen Sie frühzeitig zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
  • Verstehen Sie Schmerzen als Warn-signale und Hinweise.
  • Setzen Sie Prioritäten.
  • Überprüfen Sie Ihre Erwartungen und inneren Antreiber.
  • Gehen Sie offen mit Konflikten um.
  • Definieren Sie klar Ihr Aufgabengebiet.

Für Unternehmer gilt: Das wichtigste Kapital eines Betriebs sind gesunde Mitarbeiter.
Sorgen Sie daher vor und unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter bei der Erkennung, Behandlung und Verhinderung von Burn-out.

Häufige körperliche Symptome

  • Schlafstörungen
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Zyklusstörungen
  • Muskelschmerzen und -beschwerden
  • chronische Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Herzrasen

Häufige psychische Symptome

  • Ängstlichkeit, Angstzustände
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • Perspektivenlosigkeit
  • Zynismus
  • Konzentrationsprobleme, erhöhter Konsum von Alkohol, Aufputsch­mittel beziehungsweise anderen Substanzen
  • Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit

Ernste psychische und körperliche Krankheiten können die Folge sein.