Gesundheit fördern – Sucht verhindern

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Gesundheit fördern – Sucht verhindern

Der Tod einer nahestehenden Person, unbewältigte Kindheitserlebnisse, Depressionen, „die falschen Freunde“, persönliche Krisen oder einfach nur die „Gewohnheit“: Die Liste der Faktoren, die zu Alkohol- und Drogenmissbrauch und so zu einer Abhängigkeit führen können, ist lang – unabhängig vom Alter der Personen.

Starke Zuwachsraten werden aktuell vor allem bei den stoffungebundenen Suchtformen wie Glücksspiel-, Internet- oder Kaufsucht verzeichnet. Diese Suchtformen wurden früher weniger wahrgenommen; heute gilt es, sich vermehrt damit auseinanderzusetzen. Mit gezielter Aufklärung und Prävention ist es möglich, einen gesundheitlich verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und anderen Suchtmitteln zu erreichen. Dies beginnt schon im Kindes- und Jugendalter. Die Wiener Ärzte helfen, hier vorzubeugen.

Jugendliche und Sucht

Lose soziale Beziehungen, fehlende Zukunftsperspektiven und auch Imponiergehabe führen Jugendliche dazu, sich zu betrinken, zu rauchen oder andere Drogen zu konsumieren. Je früher damit begonnen wird, desto weitreichender sind die Folgen für die Zukunft.
Diese reichen von strafrechtlichen Vergehen bis hin zu Störungen des Nervenstoffwechsels, Krebs, Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Leber- und Lungenerkrankungen. Neben viel Sport und Bewegung sollten Jugendliche über die Wirkungen und Nebenwirkungen von Suchtmitteln aufgeklärt werden, um ihnen die Problematik bewusst zu machen.

Tipps für Eltern und Bezugspersonen

  • Vertrauen schaffen – das hilft den Jugendlichen, Misserfolge besser zu bewältigen.
  • Miteinander reden hilft, Konflikte zu bewältigen oder ihnen vorzubeugen. Zuhören, sich Zeit nehmen sowie Interesse für die Jugendlichen zeigen fördern das Vertrauen.
  • Körperliche, soziale und psychische Stabilität schützen vor Drogenmissbrauch.
  • Den Jugendlichen gegenüber nicht die Rolle der Unfehlbaren vorspielen.
  • Den Jugendlichen Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein vermitteln – Suchtstoffe und Alkohol sind keine „Eintrittskarte“ ins gesellschaftliche Leben.

Bin ich suchtgefährdet?

Die Fragen sollen Ihnen dabei helfen, herauszufinden, wie es Ihnen – oder auch Ihrem Nächsten – im Umgang mit Alkohol oder anderen Suchtmitteln geht.

  • Verspüre ich einen starken Wunsch oder eine Art Zwang, Alkohol oder andere Drogen zu konsumieren?
  • Leide ich unter Kontrollverlust? Kann ich selbst steuern, wann ich zu trinken oder zu rauchen beginne beziehungsweise aufhöre?
  • Leide ich unter körperlichen Entzugssymptomen, wie Zittern, Schwitzen, Übelkeit, Schlafstörungen, Unruhe oder Angstzuständen, wenn ich zu trinken aufgehört habe beziehungsweise weniger trinke?
  • Vernachlässige ich meine Interessen und Vergnügen zugunsten der Beschaffung von Alkohol oder anderen Suchtmitteln beziehungsweise zum „Auskurieren“?
  • Trinke ich trotzdem regelmäßig, obwohl ich weiß, dass Alkoholgenuss für mich schädliche Folgen hat?
  • Verspüre ich eine Toleranzsteigerung? Muss ich mehr trinken, mehr rauchen, um die gleiche Wirkung zu erzielen?
  • Denke ich bei Problemen, Sorgen oder Stress daran, Alkohol zu mir zu nehmen, eine Zigarette zu rauchen oder mir anderweitige Suchtmittel zu besorgen?