Krebs vorbeugen

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Krebs vorbeugen

Unsere Lebensweise spiegelt sich in der Krebslast wider und beeinflusst die Häufigkeit bestimmter Krebsarten.

Noch kennt die Wissenschaft nicht alle möglichen Gründe für eine Krebserkrankung, doch es ist bewiesen, dass die Ursachen in ungefähr einem Drittel der Fälle beeinflusst werden können. Die Häufigkeit von Krebs kann durch gezielte Interventionen reduziert werden – Prävention und Früherkennung retten Leben.Viele Faktoren, die das Krebsrisiko erhöhen, wie Tabak, Fehlernährung, Bewegungsmangel, Fettleibigkeit, Alkohol, Schadstoffe am Arbeitsplatz, Umweltgifte und Krankheitserreger, verursachen auch andere Krankheiten. Auch Infektionen können Krebserkrankungen verursachen, etwa der Leber durch das Hepatitisvirus, des Magens durch Helicobacterpylori und des Gebärmutterhalses (Zervix) durch das Humane Papillomvirus.

Prävention und Früherkennung

Die meisten Krankheiten sind nicht angeboren, sondern im Laufe des Lebens erworben. Jeder hat die Chance, mög­lichen Erkrankungen aktiv vorzubeugen. Auf diese Weise kann auch die Entstehung chronischer Krankheiten vermieden werden. Darüber hinaus lassen sich durch Impfungen bestimmte Krankheiten verhindern. In der Fachsprache nennt man dies „Primärprävention“. Bei Lungenkrebs ist die Primärprävention eindeutig: Nichtrauchen kann das Risiko, daran zu erkranken, um 90 Prozent reduzieren. Um Hautkrebs zu vermeiden, sollte übermäßige Sonneneinstrahlung vermieden werden. Bei Brust-, Gebärmutterhals-, Dickdarm- sowie Prostatakrebs hingegen gibt es keine eindeutig wirksame Primärprävention.

Wer regelmäßig zu Früherkennungsuntersuchungen geht, nimmt an der „Sekundärprävention“ teil. Wenn eine Krankheit früh erkannt wird, sind die Behandlungs- und Heilungsmöglichkeiten besonders gut.

Krebsbekämpfung

Viele Krebserkrankungen können vermieden werden, indem wir uns für eine gesündere Lebensweise entscheiden:

  • Rauchen Sie nicht: Wenn es Ihnen nicht gelingt, mit dem Rauchen aufzuhören, rauchen Sie nicht in Anwesenheit von Nichtrauchern.
  • Vermeiden Sie Übergewicht.
  • Bewegen Sie sich täglich intensiv.
  • Essen Sie abwechslungsreich, mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag und weniger tierische Fette.
  • Wenn Sie Alkohol trinken, beschränken Sie Ihren Alkoholkonsum auf zwei Getränke pro Tag, wenn Sie männlich sind, und auf ein Getränk pro Tag, wenn Sie weiblich sind.
  • Vorsicht vor übermäßiger Sonnenbestrahlung: Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche.

Bevölkerungs-Vorsorgeprogramme zur Verhinderung von Krebserkrankungen oder zur Verbesserung der Heilungschancen:

  • Frauen über 20 Jahren sollten an Programmen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs teilnehmen.
  • Frauen über 40 Jahren sollten an Programmen zur Früherkennung von Brustkrebs teilnehmen.
  • Männer über 40 Jahren sollen einmal jährlich zu einer Vorsorgeuntersuchung bei einer Urologin oder einem Urologen gehen.
  • Männer und Frauen über 50 Jahren sollten an Programmen zur Früherkennung von Darmkrebs teilneh-men.
  • Alle sollten an Programmen zur Hepatitis-B-Impfung sowie zur Melanomvorsorge teilnehmen.
  • Weiters empfiehlt der Oberste Sanitätsrat eine HPV-Impfung.