Vorsorge im Auge behalten

Vorsorge im Auge behalten

© Waldhäusl

Gesunde Augen und gutes Sehen sind ein wesentlicher Faktor für eine gute Lebensqualität.

Gesundheitsvorsorge für die Augen beginnt nicht erst im Alter. Sehfehler beeinträchtigen bei Kindern nicht nur die Sinnesempfindung, sondern in weiterer Folge auch die allgemeine Entwicklung. Werden Sehfehler nicht rechtzeitig korrigiert, bleibt eine später nicht mehr behandelbare Beeinträchtigung zurück. Regelmäßige Untersuchungen bei der Augenärztin oder beim Augenarzt sind sehr wichtig, da es für Eltern nicht immer einfach ist, schlechtes Sehen bei ihren Kindern zu erkennen. Besonders ernst genommen werden müssen bei Kindern das Klagen über Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle. Erkrankungen der Augen können die Ursache dafür sein.
Bereits im Rahmen des Mutter-Kind-Pass-Programms sind zwei Augenunter-suchungen vorgesehen. Vor dem Schuleintritt sollte dann eine weitere gründliche Augenuntersuchung durchgeführt werden. Denn unerkanntes schlechtes Sehen erschwert Kindern unnötig den Schul­­alltag.
Liegen keine Beschwerden vor, sollte die nächste eingehende Untersuchung zumindest bis zum 16. Lebensjahr erfolgen.

Hintere Glaskörperabhebung

In der Lebensmitte beginnt sich der gelartige Glaskörper zunehmend zu verflüssigen und von der Innenwand des Auges zu lösen. Dadurch können tanzende Punkte im Blickfeld oder auch helles Blitzen auftreten. Ein Netzhautriss kann entstehen, und im schlimmsten Fall kann es zu einer Netzhautablösung kommen. Bei ersten Symptomen sollte daher unverzüglich bei erweiterter Pupille der Augenhintergrund abgesucht werden. Wird ein Netzhautriss gefunden, kann oft durch eine Laserbehandlung eine Netzhautablösung
verhindert werden.

Augenvorsorge bewahrt das Augenlicht

Mit fortgeschrittenem Alter häufen sich auch die Erkrankungen der Augen. Neben dem Grauen Star (Katarakt), der eine unausweichliche Alterserscheinung ist, treten besonders häufig die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) sowie der Grüne Star auf.

Altersbedingte Makuladegeneration oder auch Netzhautverkalkung ist eine chronische Erkrankung der Netzhaut, die zum Verlust des zentralen Sehvermögens führen kann und ab dem 50. Lebensjahr auftritt. Anzeichen einer Verschlechterung sind verschwommenes Sehen, verzerrt Sehen oder ein grauer Fleck im Zentrum des Gesichtsfelds. Im Rahmen einer Augenkontrolle können eine feuchte AMD bereits frühzeitig erkannt und der Krankheitsver-lauf durch eine Behandlung gebremst werden. Der größte Risikofaktor, neben dem Alter und einer genetischen Veranlagung, ist das Rauchen.

Beim Grünen Star handelt es sich um eine Erkrankung des Sehnervs, die vor allem durch einen erhöhten Augeninnendruck hervorgerufen wird und schließlich zu Ausfällen im Gesichtsfeld führt. Die Erkrankung ist besonders tückisch, da sie sich im Frühstadium noch nicht bemerkbar macht. Nur wenn ein Glaukom rechtzeitig erkannt wird, können ein weiteres Fortschreiten der Krankheit sowie eine Sehbehinderung verhindert werden. Ab dem 40. Lebensjahr sollten Patientinnen und Patienten zumindest alle zwei Jahre von der Augenärztin oder vom Augenarzt den Augeninnendruck messen lassen. Ab dem 60. Lebensjahr wird eine Kontrolle mindestens einmal pro Jahr empfohlen.