Worauf Frauen achten sollten

Worauf Frauen achten sollten

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Der weibliche Körper macht im Laufe des Lebens durch hormonelle Umstellungen starke Veränderungen durch. Eine gezielte Vorsorge und entsprechende medizinische Begleitung durch diese Lebensphasen ermöglichen es Frauen, fit und gesund alt zu werden.

Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung tragen wesentlich dazu bei, dass sich Mädchen und junge Frauen in ihrem Körper wohlfühlen. Ein gesundes Körperimage fördert nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern beugt auch dem „Schlittern in die erste Diät“ und Essstörungen wie Anorexie (Magersucht) und Bulimie (Ess-Brech-Sucht) vor. Um die Gesundheit nicht bereits in der Pubertät, in der sich der Körper noch entwickelt, erhöhten Belastungen auszusetzen, sollte der Konsum von Zigaretten (Österreich ist bei den Mädchen europaweiter Spitzenreiter) und Alkohol im jungen Alter strikt vermieden werden.Der Impfkalender des österreichischen Gesundheitsministeriums empfiehlt Mädchen ab dem 9. Lebensjahr, die HPV-Impfung durchzuführen. Humane Papillomviren sind weit verbreitet und werden in den meisten Fällen durch sexuelle Kontakte oder Hautkontakt übertragen. Auch wenn HPV keine klinischen Symptome verursacht, kann es bei manchen Frauen zu einer chronischen Besiedelung der Scheide mit HP-Viren kommen. Dies kann zu Zellveränderungen am Muttermund führen und Gebärmutterhalskrebs auslösen, der zweithäufigsten krebsbedingten Todesursache bei jungen Frauen.

Jährliche Vorsorgeuntersuchung muss selbstverständlich sein

Ab dem Zeitpunkt der ersten sexuellen Aktivität, spätestens ab dem 20. Lebensjahr, sollte dann jede Frau jährlich einen Termin bei der Gynäkologin oder dem Gynäkologen wahrnehmen. Der Krebsabstrich (PAP-Abstrich) ist ein wichtiger Bestandteil der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung. Dieser Abstrich sollte unabhängig davon, ob eine Frau gegen HPV geimpft ist oder nicht, gemacht werden. Er ist wesentlich für die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.
Brustkrebs ist die häufigste Krebs-erkrankung der Frau. Daher sollten Frauen ab dem 20. Lebensjahr ihre Brust regelmäßig selbst untersuchen. Beim Abtasten können Veränderungen früh erkannt werden. Darüber hinaus sollte eine Gynäkologin oder ein Gynäkologe einmal pro Jahr eine Tastuntersuchung vornehmen. Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust, bei der auch kleine Tumore, die nicht tastbar sind, festgestellt werden können. Die Mammografie wird ab dem 40. Lebensjahr in einem Abstand von zwei Jahren empfohlen.

Hilfe bei hormonellen Veränderungen

Im Wechsel reduziert sich die Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron. Die Regelblutung hört auf und Frauen sind oft mit unangenehmen Begleiterscheinungen wie Wallungen, Nachtschweiß, Hauttrockenheit, Lust-losigkeit, Depressionen, Knochenschmerzen oder Herzrasen konfrontiert. Je nach Intensität und Dauer der Beschwerden kann eine Hormonersatztherapie helfen und hormonmangelbedingten Erkrankungen vorbeugen. Eine Fachärztin oder ein Facharzt berät über die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung einer Hormonersatztherapie sowie alternative Wege, wie eine Änderung des Lebensstils und viel Bewegung.