Worauf Männer achten sollten

Worauf Männer achten sollten

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Für Männer ist regelmäßige Vorsorge essenziell in jedem Alter.

Da sich die Hoden vor der Geburt in der Bauchhöhle des Kindes ausbilden, kann es vorkommen, dass die Hoden erst nach der Geburt in den Hodensack wandern. Spätestens bis zum Ende des ersten Lebensjahres sollten sich beide Hoden im Hodensack befinden. Die Eltern können das einfach durch regelmäßiges Abtasten der Hoden erkennen. Können die Hoden nicht ertastet werden, sollte eine urologische Untersuchung erfolgen.

In den ersten Lebensjahren ist eine Verklebung oder Verengung der Penisvorhaut an der Eichel, die ein Zurückschieben unmöglich macht, normal, solange es zu keiner Entzündung kommt. Liegt bei einem Kind eine Vorhautverengung oder -verklebung vor, ist es wichtig, dass die Eltern regelmäßig untersuchen, ob eine Verbesserung eintritt. Keinesfalls sollte versucht werden, die Vorhaut gewaltsam zurückzuschieben. Ist bis zum Vorschulalter ein Zurückschieben der Vorhaut noch immer nicht möglich, sollte eine urologische Untersuchung erfolgen.

Humane Papillomviren sind bei Männern und Frauen weit verbreitet und werden in den meisten Fällen durch sexuelle Kontakte übertragen. Eine Infektion kann bei Männern zu Penis- und Analkarzinomen und weiteren Krebsformen im Mund- und Rachenraum führen. Auch männlichen Jugendlichen wird empfohlen, vor der Aufnahme geschlechtlicher Aktivitäten eine HPV-Impfung durchzuführen.

Pubertät und junges Erwachsenenalter: Die Selbstuntersuchung ist wesentlich

Hodenkrebs tritt häufiger bei Männern zwischen 15 und 35 Jahren auf. Die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung ist eine Selbstuntersuchung der Hoden einmal pro Monat. Am besten tasten Sie zwischen zwei Fingern beide Hoden von oben nach unten ab. Stellen Sie dabei Verhärtungen, unregelmäßige Formen, Knoten, Ziehen oder Schmerzen im Hoden fest, suchen Sie unbedingt eine Urologin oder einen Urologen auf.

Ab dem 40. Lebensjahr einmal im Jahr zum Urologen

Ab dem 40. Lebensjahr sollten Männer einmal pro Jahr bei einer Urologin oder einem Urologen eine Untersuchung hinsichtlich der Gesundheit von Harnorganen, Hormonhaushalt, Prostata und Sexualität durchführen lassen.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsform beim Mann. Er führt in den meisten Fällen erst im fortgeschrittenen Stadium zu Beschwerden. Für eine Heilung ist es dann oft zu spät. Eine Früherkennung ist nur durch eine regelmäßige Tastuntersuchung und Messung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut möglich.
Auch bei Männern kommt es in der Lebensmitte zu hormonellen Veränderungen, der Testosteronspiegel sinkt. Symptome wie Traurigkeit, Ängstlichkeit, Libidoverlust et cetera treten auf. Verwechseln Sie diese Symptome nicht mit einer Depression. Die Urologin oder der Urologe stellen fest, ob eine Erniedrigung des Hormonspiegels vorliegt und eine Hormonersatztherapie helfen kann.

Erektionsstörungen beeinflussen nicht nur das Sexualleben, sondern sind auch häufig Anzeichen für organische Erkrankungen. Oft sind Erkrankungen des Gefäßsystems die Ursache. Diese können später zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Bei Erektionsstörungen ist ein Besuch bei einer Urologin oder einem Urologen daher unerlässlich.